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Klimawandel und seine Folgen

Emissionshandel...warum und welcher Hintergrund?

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http://www.wbgu.de/
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Der WBGU-Budgetansatz:

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(Nationale Emissionsbudgets )
Ist das Globalbudget bestimmt, muss es auf alle Staaten verteilt werden. Als Verfahren eignet sich eine gleiche Pro-Kopf-Verteilung. Aus den nationalen Emissionsbudgets lassen sich Minderungsziele ableiten,.

Ein nationales Budget ermöglicht ein hohes Maß an nationaler Souveränität. Zur Emissionsminderung, um die 2°C-Leitplanke zu halten, ist ein Minimum an internationalen Regeln und unabhängiger Koordination unerlässlich. Für eine gerechte Verteilung des globalen
Budgets eignet sich das Gleichheitsprinzip. Aus diesem kann zwar kein individuell durchsetzbares Recht auf gleiche Pro-Kopf-Emissionen abgeleitet werden, es legt aber eine Orientierung an den Pro-Kopf-Emissionen nahe. Die Pro-Kopf-Emissionen errechnen sich
aus dem globalen Budget und der Weltbevölkerung in einem politisch festzulegenden Referenzjahr.
Eine Weltbevölkerung von 6,9 Mrd. Menschen im Jahr 2010 und ein Globalbudget von 750 Mrd. t CO2 ergeben bis 2050 durchschnittlich erlaubte jährliche Pro-Kopf-Emissionen von rund 2,7 t CO2. Dabei wird das
Bevölkerungswachstum nicht berücksichtigt.

Nationale Budgets sind deshalb der Rahmen für nationale Minderungsziele und Klimastrategien, aus denen auch Minderungsziele für kurze Zeiträume abgeleitet werden können.

Durch den Emissionshandel gewinnen Länder aus den Gruppen 1 und 2 Spielraum: Ihre Emissionen können langsamer sinken und ihre
nationalen Budgets sind erst später erschöpft
(Abb. 1). Länder der Gruppe 3 erzielen Einnahmen, sollen diese allerdings vor allem in klimafreundliche Entwicklung investieren. Gleichzeitig
ermöglicht der Budgetansatz ein beträchtliches Maß an zeitlicher Flexibilität.

Zur Überprüfung der Dekarbonisierungsfahrpläne empfiehlt der WBGU die Einrichtung einer unabhängigen, internationalen
Weltklimabank.

Aufgaben der Weltklimabank sollten u.a. die Überwachung realer
Emissionen und die Vergabe von Krediten zur Flexibilität im Budgetansatz: Beispiel Emissionshandel
Flexible Mechanismen wie der Emissionshandel sind entscheidende Bausteine des Budgetansatzes. Dadurch erlangen im Idealfall alle Staaten genügend Spielraum zur Emissionsreduktion und die 2°C-Leitplanke wird nicht durchbrochen.
Administrations-, Überprüfungs- und Sanktionsfunktionen

Der Einstieg in die Dekarbonisierung muss schnellstmöglich geschehen.
Beginnt die Gesamtsumme der weltweiten Emissionen nicht zwischen 2015 und 2020 zu sinken, ist die Einhaltung der 2°C-Leitplanke nahezu ausgeschlossen. . Beginnt die Gesamtsumme der weltweiten Emissionen
erst im Jahr 2015 zu sinken, sind jährliche Reduktionsraten von bis zu 5% pro Jahr erforderlich, um das Globalbudget 2050 nicht zu
überschreiten. Dafür müsste die Welt in jedem einzelnen Jahr Reduktionsleistungen in einer Größenordnung erbringen, für die im Kioto-
Protokoll über zwei Jahrzehnte vorgesehen sind.

Zwischenstaatliche Kooperation über weltweiten Emissionshandel und gemeinsame Klimaschutzprojekte sind wichtige Mechanismen
für die erfolgreiche Anwendung des Budgetansatzes.

Dadurch Staaten mit hohen Emissionen ihre Budgets erweitern, während Staaten mit niedrigen Emissionen Finanzmittel und Technologien für
klimaverträgliche Entwicklung erhalten.
Industrieländer mit knappen Budgets verfügen über Finanzressourcen, Technologie und Wissen, das in den weniger entwickelten Ländern mit großen Budgets dringend gebraucht wird. Diese wiederum könnten über
den Verkauf von CO2 -Emissionsrechten Finanzmittel generieren und in ihre klimaverträgliche Entwicklung investieren.

komplementären Interesse einzelner Staaten ergeben
Anreize für bi- und multilaterale sowie
regionale Klima- und Dekarbonisierungspartnerschaften, die eine Kooperation „auf Augenhöhe“ unterstützen.

Klimaschutz und Kohlenstoffeffizienz werden zentrale Wettbewerbsfaktoren.

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