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Klimawandel und seine Folgen

Kapitel 2 › Einheit 2: Was hast Du bisher über das Ziel oder die Grenze von 2 Grad mitgenommen? Aufgabe einblenden Aufgabe ausblenden

Was hast Du bisher über das Ziel oder die Grenze von 2 Grad mitgenommen?

Was hast Du bisher über das Ziel oder die Grenze von 2 Grad mitgenommen?
Wie schätzt du es ein? Ist es "machbar" - bzw. unter welchen Voraussetzungen ist es machbar?

2-Grad-Grenze

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Der erste Gedanke, der mir bei diesem Thema kommt, ist, dass man doch besser von einer 2-Grad-Grenze als von einem 2-Grad-Ziel sprechen sollte. Ein Ziel ist ja etwas, dass erreicht werden soll, dabei ist doch der eindeutige Wunsch darunter zu bleiben. Natürlich ist es schon schwierig genug es einzuhalten, aber viel wünschenswerter wäre doch noch unter diesem gesetzten Wert zu bleiben.

Da es sich hierbei um eine politische gesetzte Grenze handelt, fehlt für die Durchsetzung ein wissenschaftlicher begründeter Beweis, dass genau 2° Erwärmung weitaus weniger fatale Folgen hätten als bswp. 3°. Wie kann man das hier überhaupt argumentieren, wo wir doch bereits auf der ganzen Welt Folgen des Klimawandels sehen? Wie in dieser Unit auch beschrieben, sind sie für jedes Individuum, abhängig von Wohnort und Wohlstand, anders. Besonders für die weniger emittierenden Länder sind die Auswirkungen häufig am stärksten. Da stellt sich mir die Frage, ob die Auswirkungen erst noch stärker in den Industrienationen spürbar sein müssen, damit man bei seinen Bemühungen von Gesprächen und Verhandlungen zu aktivem Handeln übergeht.

Die 2-Grad-Grenze einzuhalten ist definitiv nicht unmöglich, jedoch schwer zu erreichen. Für Menschen in Industrienationen würde es Abstriche von ihren Privilegien bedeuten. So müsste man mehr auf andere, umweltfreundlichere Verkehrsmittel setzen als das Auto, seine Ernährung anpassen, weniger verschwenderisch sein. Das empfinden heutzutage aber viele Menschen als ungerechtfertigte Einschränkung, wenige sehen das Gesamtbild und denken nach wie vor lieber an sich und ihr Wohlbefinden. Sind Auswirkungen nicht unmittelbar und persönlich spürbar, kann man die Mehrheit der Menschen nicht zu einem solchen "Verzicht" bewegen.

Für aufstrebende Länder würde eine Reduzierung der Emissionen einen Einschnitt in die Entwicklung ihrer Wirtschaft, ihres Landes bedeuten. Jahrzehnte fielen sie hinter den industriellstarken Ländern zurück und sind nun am Aufholen. Für die Bevölkerung dieser Länder stehen Autos, Fleischkonsum, Flugreisen für einen lange ersehnten Wohlstand. Daher scheint mir auch hier eine komplette Umsetzung von Emissionsverringerung schwierig.

Jedoch will ich nicht alles schwarz malen. In vielen Städten/Ländern zeigt sich ein neuer Trend. Vegetarisch leben, umweltbewusst handeln, Lebensmittel verteilen statt sie zu entsorgen, das Fahrrad als neues Vorzeigeobjekt. Es gibt viele Projekte und Aktive, die gegen den anthropogenen Klimawandel handeln und genau hier liegt die Hoffnung. Eine Einhaltung der 2-Grad-Grenze wird weitaus einfacher und erfolgreicher sein, wenn sie nicht nur von der Politik vorgeschrieben wird (obwohl diese Anreize setzen sollte, bspw. für Grünen Strom, Fahrrad statt Auto, regionale Produkte), sondern von den Bürgern mitgetragen ist.

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