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peer review

Um qualitatives Feedback zu bieten, ist es wichtig in der Online Bildung mit Peer Review zu arbeiten. Unser Peer Evaluation Feature erlaubt es Kursteilnehmern andere Arbeiten zu beurteilen, Feedback zu geben und zu bewerten.

Somit ermöglichen wir allen Lernenden ein qualitatives Feedback für kreative Arbeiten von Partnern zu bekommen – selbst wenn der Kurs tausende Teilnehmer hat. Zur gleiche Zeit laden die Peer Review Übungen auch zu einem wertvollen Perspektivwechsel ein. Die Lernenden schlüpfen in die Rolle des Dozenten und schauen sich die Arbeiten anderer aus einem neuen Blickwinkel an, indem sie das gelernte Konzept reflektieren und die Lernresultate sehen.

peer review

Peer Review in der Online Bildung kann entweder anonym gemacht werden in einer beidseitig anonymen Peer Review, damit es objektiv bleibt, oder als öffentliche Peer Review, in der die Lernenden Feedback auf die Journaleinträge der Anderen geben.

In der anonymen Blind Peer Review werden die Arbeiten zufällig an alle verteilt. Das bedeutet, dass zum Beispiel die Arbeit eines jungen Teilnehmers von einem Erfahreneren beurteilt werden kann und umgekehrt. Damit wird sicher gestellt, dass Einzelarbeiten von Leuten mit unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen gesehen werden und Lernende andere Sichtweisen annehmen können. Pädagogische Nachforschungen haben gezeigt, dass durchschnittliche anonyme Peer Evaluationen genauso zuverlässig und qualitativ sein kann wie professionelle Bewertung  – vielleicht sogar mehr, da sie objektiver ist als eine individuelle Beurteilung.

Öffentliche Peer Reviews hingegen ermöglichen es jedem auf schnelle Art und Weise die interessantesten Arbeiten zu finden, denn das Learning Journal hat eine Filterfunktion. Die Lernenden können auf individuelle Journaleinträge zugreifen und sie kommentieren, oder sie klicken auf den „Heart-Button“, um besonders herausstehende Einträge anzuerkennen. Besonders, wenn sich die Lernenden mit kontroversen Themen auseinandersetzen, die zu Diskussionen einladen, macht die öffentliche Peer Review den Prozess des Austausches sichtbar.

In jedem Fall ist das Herausfordern der eigenen Perspektive durch das Lesen anderer Arbeiten ein wichtiges Werkzeug, das ein tieferes Verständnis der Kursinhalte ermöglicht.

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Perspektivwechsel anregen

Eine weitere Möglichkeit, die Vorteile des Peer Review Features hervorzuheben, ist heterogenes Matching. Dieses Prinzip basiert auf der Zuordnung von Kursteilnehmern zu unterschiedlichen Charakteristiken, wie zum Beispiel Demographie. Die Lernenden machen zuerst eine demographische Umfrage, die es uns ermöglicht die Teilnehmer auf Variablen basierend wie Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, Arbeitserfahrung, Hierarchieebene oder Rolle zusammenzubringen. Dieser Ansatz hilft den Lernenden Probleme aus einem völlig anderen Blickwinkel zu sehen. Wir möchten mit diesem heterogenen Matching das kritische Denken anregen, damit die Lernenden die bestmöglichen Ergebnisse erzielen können.

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Peer Review in der Online Bildung für Essaywettbewerbe

In einem Essaywettbewerb reichen die Lernenden ihre Arbeiten ein, die dann von anderen in der anonymen Peer Review bewertet werden. Die Essays werden dann in einer Rangliste je nach Beurteilung aufgestellt und die Kursteilnehmer können ihre Arbeiten mit anderen teilen. Das Schreiben von Essays ist ein großartiger Weg an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten und sie auszubauen – und das nicht nur im Schreiben, sondern auch im kritischen Denken. Des Weiteren fördert es das selbstständige Denken, stärkt das sorgfältige Vorbereiten und Strukturieren der zu schreibenden Arbeit. Diese Fähigkeiten werden noch verbessert, wenn man andere Essays liest und kommentiert, denn die Lernenden müssen sich für andere Perspektiven, Argumentationen und Schreibstile öffnen. Die Essaywettbewerbe können überhaupt nur durchgeführt werden, weil die Essays unter den Lernenden zur Peer Review selbst verteilt werden. Zusätzlich sind diese Wettbewerbe ein gesunder Weg sich zu messen und somit eine effektive Methode, um die Lernenden zu herausragenden Leistungen zu motivieren und sich selbst inspirieren zu lassen.

Peer Review

Alles in allem, glauben wir, dass Peer Review in der Online Bildung ein effektives Werkzeug ist. Nicht nur, weil wir somit qualitatives Feedback liefern können, sondern auch, weil der Prozess des Feedbackgebens auch eine wertvolle und lehrreiche Übung sein kann. Viele verschiedene Personen bringen viele verschiedene Meinungen mit und ermöglichen ein Querdenken untereinander. Diese Konfrontation mit neuen Perspektiven kann zu inspirierende Resultaten führen.

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Active Learning

Wie ich bereits in meinem Post zum Online Student Engagement erklärt habe, ist aktives Lernen Online der Schlüssel, wenn es um die Motivation der Lernenden geht. Was meine ich mit aktiv? Ein Onlinekurs, der mit “aktivem Lernen Online” wirbt, muss seine Kursteilnehmer auch dazu herausfordern beizutragen und zu partizipieren. Eine Möglichkeit dieses zu tun, ist es kleine Aufgaben in die Lernvideos einzuarbeiten. Ein anderer gern benutzter Weg sind Multiple-Choice-Fragen.

Um für effektives Lernen Online Raum zu schaffen, muss ein Onlinekurs jedoch mehr bieten als die Lernenden einfach nur nach der Pfeife des Dozenten tanzen zu lassen. Übungen (freiwillig) und Aufgaben (Pflicht) müssen die Lernenden herausfordern selbst zu denken und kreative Lösungen auf offene Fragen zu finden – nicht nur für ein paar Momente, sondern auch langfristig. Die Lernenden schreiben Essays, bereiten Präsentationen vor, arbeiten an Designs, Spreadsheet-Modellen und Programmieraufgaben. Die Idee ist es, sie aufzufordern und zu ermutigen auch mal über den Tellerrand zu schauen und quer zu denken. So kommen sie auf eigene und oft unerwartete Lösungen.

Beispielsweise hatte eine Studentin aus dem Kurs Design 101 eine einzigartige und kreative Lösung zu folgender Aufgabe:
“Suche dir ein Rezept zum Nachkochen! Heute sollst du dir ein Rezept aussuchen und mit der Community ein Foto deiner Zutaten teilen – nicht mehr, nicht weniger!”
Man würde jetzt erwarten, dass die Kursteilnehmer Lebensmittel und Küchenutensilien verwenden würden, richtig? Aber diese Studentin hat sich dazu entschieden dieser Aufgabe ihre ganz eigene Note zu verleihen. Sie sagte: “Ich werde Pancakes machen, aber eine etwas andere Variante – nämlich aus Filz.” Hier sieht man ihre “Zutaten” zu Beginn des Projektes.

Dieses Beispiel zeigt, wie ein Kurs die Teilnehmer herausfordern kann, quer zu denken, anstatt den Teilnehmern zu sagen, wie man kreativ ist. Aktives Lernen Online sollte genau dieser Art von Herumexperimentieren Raum geben. Anstatt Fakten und Wissen einfach nur zu reproduzieren, sollen das Gelernte in Aufgaben angewandt werden. So können sie zum einen scheitern, aber zum anderen auch Ergebnisse erzielen, die jede Erwartung sprengen.

 

Aktives Lernen Online wird sozial: Das Learning Journal

Der nächste Schritt ist das Einbetten solcher Aufgaben in ein soziales Umfeld. Dafür haben wie das sogenannte Learning Journal kreiert. Das ist ein individueller Kursblog, in dem die Lernenden ihre Lösungen und Projekte teilen, sich Notizen machen und innerhalb der Community diskutieren können. Die Lernenden können dem Learning Journal anderer Peers “folgen”, die für sie besonders inspirierend ist, damit sie auch keine neuen Posts verpassen.

Es gibt verschiedene Stufen in den Privatsphäre-Einstellungen, die es dem Lernenden erlauben, neue Posts als privat, nur für Kursteilnehmer oder öffentlich einzustufen. Öffentliche Posts können als Learning Portfolio dienen, die zeigen, was Lernende in einem Kurs schon alles geschafft und kreiert haben.

Das Kursjournal sammelt alle Kursbeiträge der Teilnehmer. Die Lernenden haben die Möglichkeit, Beiträge zu “liken”, indem sie auf den Heart-Button klicken. Außerdem können sie kommentieren und konstruktives Feedback hinterlassen. Sowohl die Like- als auch die Kommentarfunktion hilft Qualität von Quantität zu unterscheiden. Mit der Filterfunktion können Beiträge nach Datum oder “most liked” sortieren. Außerdem kann nach Beiträgen von bestimmten Kursteilnehmern gesucht oder nach Kapiteln sortiert werden.

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Ein Beispiel für aktives Lernen Online aus dem Kurs „Visual Thinking for Business“

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