effektive didaktik

In vorherigen Posts habe ich viel über Lernen als ein Prozess gesprochen, die Grundsäulen dessen und unsere Formel zum Online Student Engagement. Besonders das Engagement (und der Mangel daran) wird oft an den Kursabschlusszahlen gemessen. In manchen Fällen ergibt das auch Sinn. Wenn die Einstellung nicht stimmt, wird man auch nichts lernen. Aber das Engagement ist nur eine Bedingung zum Lernen. Es geht darum, was der Lernende macht, während er sich mit dem Kurs beschäftigt, denn das beeinflusst das Lernergebnis. Deshalb ist das Einbringen der drei Grundsäulen des Lernprozesses eine wichtige Basis für effektives Lernen Online.

Qualitativer Inhalt und Storytelling sind gute Vorraussetzungen für Engagement. Aktives und soziales Lernen stellen sicher, dass Lernende ein umfassendes und tiefes Verständnis entwickeln, das weiter geht als einfach nur Fakten zu reproduzieren und simple Fragen beantworten zu können.

Wie wissen wir das? Weil Instructional Designs, die alle drei Grundsäulen implementieren, auch alle Stufen der Bloomschen Taxonomie abdecken (2001 revidierte Version, Taxonomy of Educational Objectives wurde erstmals 1956 veröffentlicht). Ich drücke das mal in einfachen Worten aus statt mit Fachjargon.

Blooms Taxonomie erklärt

Spaßiges, aktives und soziales Lernen ist effektiv, weil die Aktivitäten aufeinander aufgebaut sind. Diese Lernaktivitäten führen den Lernenden nach und nach zu einem umfassenderen, tiefen Verständnis in der Thematik. Zuerst schauen sich die Lernenden ein Video an, dass deutlich macht, dass ein Fakt, ein Phänomen oder eine Theorie existiert. Am Ende sind sie sogar in der Lage simple Fragen zum Thema zu beantworten.

Aber nur, wenn sie das gerade gelernte Wissen in einem anderen Kontext wieder anwenden, wie bei einem Fallbeispiel, entwickeln sie damit ein noch tieferes Verständnis. Die Lernenden setzen sich außerdem mit anderen Perspektiven auseinander, indem sie die Arbeiten anderer analysieren und evaluieren. Eigene Arbeiten zu schaffen – das Thema reflektieren, ein Problem lösen, eine Präsentation oder einen Plan erstellen – zeigt am Ende, ob das Gelernte verinnerlicht wurde. Wenn ein Onlinekurs all diese Aktivitäten beinhaltet, wissen die Lernenden nicht nur mehr, sondern sie können ihr Wissen auch in verschiedenen Kontexten anwenden. Das meinen wir mit effektivem Lernen Online.

 

Elearning ist günstig, aber kein effektives Online Lernen

Traditionelles elearning (z.B. Trainings im Internet) ist nichts mehr als ein interaktives Lehrbuch. Die isolierten Lernenden konsumieren passiv die Lehrinhalte wie in einer Sendung mit Bildungsfaktor. Das funktioniert, solange man eben nur Grundwissen vermitteln will. Sie kommen somit einer Thematik näher, aber können es nicht wirklich im Job anwenden. Um Einstellungen und Nachhaltigkeit zu beeinflussen, müssen die Lernaktivitäten viele – möglichst alle – Stufen der Bloomschen Taxonomie abdecken.

Mit anderen Worten braucht man ein L&D Format, das nicht nur Lernen simuliert, um nachhaltige Lernresultate im professionellen Bereich zu erzielen. Man kann nicht vom effektiven Lernen Online sprechen, wenn die Arbeitsleistung nicht davon beeinflusst wird. Deshalb sind unsere PRO Kurse auch genau mit dieser Perspektive entwickelt worden. Die iversity Website bietet nicht nur eine breite Bandbreite an Aktivitäten, sondern auch unterschiedlichste Wege für die Nutzer zu interagieren und zu kommunizieren. Organisationen können die iversity Website sogar nutzen, um eigene Kurse anzubieten, die dem Designprinzip angepasst sind, indem sie ihre eigene Akademie kreieren.

Unsere Kursteilnehmer erreichen fortgeschrittene Resultate, weil wir alle Stufen von Blooms Taxonomie abdecken und die Inhalte und Aufgaben in den sozialen Kontext einbauen. Dies ermöglicht es Themen online zu lernen, von denen man lange glaubte, dass sie digital nicht vermittelt werden können. Beste Beispiele dafür sind Führungsstile, Kommunikation und Change Management.

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