Gentlemen and Ladies, Sehr geehrte Herren und Damen…

Dear friends, this one is mainly for our German readers. During our beta phase we received some feedback from users relating to the use of the beautiful German language on our website. Our users asked for a revision of salutation forms so as to make them more gender-neutral. We have tried hard and this is what our team has come up with.

Of course, this explanation will only make sense if read in German; but don’t worry, we’ll be back in English in no time!

080903-mitgliederinnen

by Mirus Fitzner

Geschlechtersensibles Schreiben hat sich durchgesetzt – und lässt den Lesevorgang trotzdem noch manchmal stolpern.1

Während unserer Testphase, haben sich einige User eine Überarbeitung der Webseite gewünscht, um Gender-Mainstreaming konsequent zu verwirklichen. Diesen Hinweis begrüßen wir sehr und haben uns bei iversity mit dem Thema auseinandergesetzt.

Selbstverständlich berücksichtigen wir immer Nutzerinnen und Nutzer. Dabei wollen wir uns auch nicht auf die Position zurückziehen, bei den Nennungen der männlichen Form seien „selbstverständlich“ Frauen immer mitgemeint. Das mag zwar richtig sein, allerdings ist es auch eine Möglichkeit, sich aus der Verantwortung zu stehlen, beide Geschlechter gleichermaßen zu berücksichtigen. Dabei ist eine geschlechtersensible Sprache leicht zu verwirklichen.

Hier in aller Kürze einige Regeln, nach denen wir Stil und Sensibilität verbinden werden:

1. Wir schließen alle Schreibweisen aus, die man nicht gut sprechen kann. Das bedeutet, dass alle Wissenschaftler/-innen, StudentInnen und Wissenschaftliche Mitarbeiter(innen) sowie schließlich natürlich Forscher_innen2 nicht in unseren Dokumenten auftauchen.

2. Studierende und Lehrende: Partizip I lässt ein Substantiv geschlechtsneutral werden. Diese Formulierungen ziehen wir vor, weil sie am persönlichsten klingen.

3. Mitglieder3, Beschäftigte: Geschlechtsneutrale Begriffe können Dopplungen ersetzen. Diese Formulierung ist weniger präzise und eignet sich nicht für alle Varianten.

4. Hochschulangehörige und Lehrpersonal: Auch abstrahierte Generalisierungen umfassen Männer und Frauen. Der leichte Hang ins Behördendeutsch lässt uns allerdings nur in Fällen, in denen dringend Synonyme gebraucht werden, auf diese Formulierung zurückgreifen.

5. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: In der gesprochenen Sprache – und vor allem vor Publikum – stellt diese Formulierung eine intensivere Beziehung zu den Gesprächspartnern her. Die Partizip- und Abstrakt- Kombinationen wirken hingegen etwas unpersönlich. Zwar liest sich die Dopplung immer etwas komplizierter und länger, in der wörtlichen Rede aber benutzen wir sie häufiger.

6. User: Da das Deutsche relativ allein mit dieser Problematik ist, weichen wir manchmal einfach in andere Sprachen aus, etwa (wie im ersten Absatz!) User.

Mit diesen wenigen Regeln werden wir in der Unternehmenskommunikation weibliche und männliche Kommunikationspartner gleichermaßen gerecht behandeln. In diesem Punkt freuen wir uns, wie bei den meisten Dingen, die wir tun, sehr über Nachahmung.

Image courtesy of http://merdingen.blog.de/2008/09/03/sache-mitgliederinnen-4678505/

 

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