April 2017 (DE)

squaring the circle of corporate professional development

Traditionelle Personalentwicklung steckt zwischen Baum und Borke fest. Kurse vor Ort sind teuer (Dozent, Raum, Kost und Logie, Essen) und an eine feste Zeit und einen festen Ort gebunden. Traditionellen elearning Kursen fehlt es hingegen an qualitativer Didaktik, sodass langfristige Lernresultate ausbleiben. Bei sogenannten Webinars findet man sowohl die Vorteile als auch Nachteile beider kombiniert.

Was Unternehmen brauchen, ist eine effektive Online-Lernmaßnahme, die den Lernenden langanhaltende Lernresultate mit bester Präsenzschulung ermöglicht – nach Maßstab, jederzeit und überall. Wir glauben, dass asynchrones, aktives lernen und soziale Onlinekurse helfen können die Quadratur der Kreise zu erreichen – die da ist: langanhaltende Lernresultate zu einem angebrachten Preis ermöglichen.

Wo traditionelle Personalentwicklung zu kurz kommt

Wie ich zuvor in meinem Post über Flexibles Lernen Online erklärt habe, sind Präsenzkurse immer noch der Status Quo in der Bildung. Zugegebenermaßen kann lernen von und mit anderen vor Ort echt Spaß machen. Aber jeder, der einmal Schüler war, weiß, dass das auch kein Dauerzustand ist. Allerdings wird die Präsenzschulung immer mehr zu einer Herausforderung bei wachsenden globalen Unternehmen. Dazu kommt, dass alle Inhalte in kurzer Zeit vermittelt werden müssen und die Lernenden somit schnell überfordert werden. Die Schulungen bieten kaum Zeit, um das Gelernte erst einmal verdauen zu können, es zu reflektieren und zu diskutieren. Das Zusammenkommen in einer Gruppe kann von Vorteil sein, aber es eröffnet auch Defizite, die flexibles Online-Lernen ausfüllen kann.

Elearning versprach einen flexibleren Ansatz, der das Lernen außerhalb eines Schulungsraums für große Gruppen ermöglichen sollte. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass Web-based Trainings hauptsächlich nur dafür geeignet waren, Wissen in Form von Inhalten zu vermitteln. Die Lernenden sehen sich Videos an und lesen Texte, um sich mit Fakten und Konzepten vertraut zu machen. Danach wird das Gelernte mit Multiple-Choice-Fragen abgefragt – aber das ist so ziemlich alles. Jedoch ist das nicht genug, um für die Thematik ein tieferes Verständnis zu erlangen, neue Fähigkeiten zu entwickeln oder die Einstellung einer Person grundlegend zu verändern. Dementsprechend ist traditionelles elearning meist eindimensional und weder motivierend noch herausfordernd. Daher wird dieses Format oft im Bereich der Compliance benutzt, wo die Zielsetzung relativ einfach ist. Um allerdings nachhaltige Lernresultate zu erreichen, müssen die Lernenden ihr neu erlangtes Wissen in verschiedenen Kontexten auch anwenden und es mit anderen diskutieren. Daher muss Personalentwicklung neu erfunden werden!

Was innovative Online-Bildung der Personalentwicklung bieten kann

Es gibt neue Ansätze, die mit der Perspektive auf effektives Online-Lernen die Vorteile der Präsenzschulung und des elearnings miteinander kombiniert. Somit können die Lernenden in ihrem eigenen Tempo arbeiten und trotzdem das gemeinsame Lernen in Anspruch nehmen. Die Messenger-Funktion ermöglicht den Austausch von Wissen und Ideen untereinander. In Gruppenchats können zusammen Aufgaben besprochen werden. Teil einer Community zu sein, ist wichtig für den Lernprozess – besonders beim Graustufenlernen.

Das Learning Journal schafft Raum, um gemeinsam Lösungen zu besprechen und sich gegenseitig zum aktiven Lernen zu motivieren. Mit dem Heart-Button können inspirierende Posts gewertschätzt werden. Um auch immer auf dem Laufenden zu bleiben, kann den Learning Journals anderer Nutzer gefolgt werden. Diese Features sind schon von anderen sozialen Netzwerken bekannt und dementsprechend erfolgreich. Jetzt ist es an der Zeit das auch in die Personalentwicklung mit einzubeziehen.

Unsere Onlinekurse bieten ein breites Spektrum von Aufgaben. Die Lernenden müssen Essays schreiben, Videos aufnehmen, ein Konzept entwickeln und visualisieren, offene Diskussionsfragen beantworten oder an Essay-Wettbewerben teilnehmen und ihre Ergebnisse im Learning Journal posten. Solcherlei Aufgaben sind herausfordernd und unterhaltsam, aber vor allem lehrreich. Dieser aktive Ansatz fordert die Lernenden auf ihr neues Wissen in verschiedensten Bereichen anzuwenden. Und durch das Posten der Ergebnisse kann von- und miteinander gelernt werden.

Ein neuer Maßstab für Personalentwicklung im digitalen Zeitalter

Professional Development Matrix

Wir glauben, dass dieser innovative Ansatz zur Online-Bildung die Defizite der Präsenzschulung und des traditionellen elearnings auslöschen kann. In der obigen Grafik platziert sich das Konzept dann oben rechts. Einerseits können mit qualitativen Inhalten, herausfordernden Aufgaben und einer Community langfristige Lernerfolge erzielt werden. Gleichzeitig passiert das Lernen asynchron und bedarf fast keiner aktiven Betreuung eines Experten.

Messbarkeit und Bezahlbarkeit werden in diesem innovation Ansatz kombiniert. Somit können Unternehmen neue Herausforderungen in der Form des Digital Learnings in Angriff nehmen. Digitale Formate können viel größere Bereiche abdecken und darin erfolgreich sein: besonders auch in Bereichen, in denen digitales Lernen bisher für unmöglich gehalten wurde, zum Beispiel Kommunikation. Des Weiteren kann damit in der Personalentwicklung endlich eine “Lernorganisation” geschaffen werden, von der schon so lange geredet wurde. Strategische Change Management Initiativen erfordern oft eine (Re-)Qualifikation der Mitarbeiter, deren Zahl oft zwischen vierstelligen Bereich liegt. Präsenzschulungen werden hier zu einer riesigen Herausforderung, da der Aufwand enorm groß ist, aber die Messbarkeit des Lernerfolges nicht gegeben ist. Spannende, alternative Lösungen, die das Potential der Online-Bildung hervorheben, wie Corporate MOOCs (z.B. Deutsche Telekom Magenta MOOC), können der Personalentwicklung endlich die strategischen Bedeutung geben, die HR-Abteilungen schon so lange wollten, aber bisher nicht erreicht haben.

Zeiten ändern sich …

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video role-play

Unser neuestes Feature, Rollenspieltraining mit Videos, geht momentan durch die zweite Testphase und wird in den nächsten Tagen für die Nutzer verfügbar sein. Neben Multiple-Choice-Fragen und Essays, können die Lernenden nun auch Videoantworten aufnehmen.

Das ist besonders in Kursen mit einem Fokus im Greyscale Learning, die ins breite Feld der Kommunikation gehören, nützlich (z.B. Leadership, Sales, etc.). Verbesserung der eigenen Fähigkeiten geht mir viel Übung einher. Mit dem neuen Feature können die Lernenden Videos aufnehmen, sie anschauen, erneut aufnehmen, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Das ist ein großer Vorteil des Online-Lernens. Dazu kommt, dass die Lernenden mit Hilfe des Learning Journals gegenseitig die Videos kommentieren und Lob und Verbesserungsvorschläge hinterlassen können.

 

video role-play

Mehr als nur Multiple Choice – Rollenspieltraining mit Videos

Aufgaben mit Rollenspieltraining in Videos ermöglicht die Vermittlung von Inhalten, die sonst im digitalen Kontext als schwer zu lehren gelten. Besonders in Kursen, die sich mit Kommunikationsfähigkeiten beschäftigen, gibt es nicht immer richtig oder falsch. Mehrere Antworten können richtig oder falsch sein oder es gibt Lösungen dazwischen – sogenannte Grauzonen.

Beispiele dafür sind Kurse, die sich mit Sales, Leadership oder Kundenservice beschäftigen. Stellen wir uns mal einen Kurs über Leadership vor: Das ist exakt eine Thematik, die oft nur von Angesicht-zu-Angesicht gelehrt wird. Im traditionellen Elearning werden entweder nur die theoretischen Basics vermittelt oder ein simples Multiple-Choice-Spiel daraus gemacht. Das sieht dann so aus, dass der Lernende ein Video mit einem Streitszenario schaut und am Ende Fragen mit mehreren Antwortmöglichkeiten beantwortet. Der Nutzer muss sich für eine Vorgehensweise entscheiden, die meist aber viel zu offensichtlich vorgegeben ist.

Jedoch sind wissen, was richtig ist und am Ende das Richtige auch tun, zwei grundlegend verschiedene Dinge. So, wie wir uns Online-Bildung vorstellen, sollen die Lernenden nach dem Schauen eines Videos mit Hilfe einer Kamera in ihrem Gerät selbst eine Antwort formulieren. “Was würdest du jetzt sagen? 30 Sekunden. Und los!”

Mit Aufgaben dieser Art können Kursteilnehmer unendlich viele Lösungsmöglichkeiten für ein Problem finden und bewegen sich so von Multiple Choice zu Infinite Choice. Alle Inhalte, die von den Nutzern erstellt wurden, lassen sich im Learning Journal zusammenfassen. Gegenseitiges Feedback auf der Basis von anspruchsvollen Bewertungsgrundlagen bringt das ganze Konzept noch einen Schritt weiter voran.

video role-play

Das Leben hat viele Seiten – Lernen Online sollte das reflektieren

Kurz zusammengefasst: Wir wollen den Lernenden mit diesem neuen Feature auch komplexere Inhalte vermitteln, indem wir mehr als nur Multiple Choice anbieten. Wir möchten die Nutzer ermutigen, ihre Erfahrungen und ihren Hintergrund mit in den Lernprozess einzubringen, damit auch andere davon profitieren können. Eine ältere Person hat andere Lösungsvorschläge als eine junge Person, eine Frau andere als ein Mann. Und all diese Antworten können individuell richtig sein – oder auch nicht. Das sollen die Lernenden miteinander diskutieren. Dieser Ansatz zu effektivem Lernen Online lässt Kreativität und Querdenken zu. Außerdem werden die Lernenden so mit unendlich vielen Lösungswegen konfrontiert. Und das ist wiederum das, was wir mit Greyscale Learning meinen. Rollenspieltraining mit Videos kann die Horizonte der Lernenden erweitern und ihnen einen Weitblick für umfassendere Thematiken geben.

 

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Lernen auf iversity bedeutet für uns Lernen in einem sozialen Netzwerk. Daher haben wir ein soziales Umfeld geschaffen, das eine Interaktion untereinander ermöglicht, die bereits von anderen sozialen Netzwerken bekannt ist.  

Das Messenger-Feature bietet den Lernenden zum Beispiel die Möglichkeit, auf der iversity Plattform miteinander zu chatten – privat oder mit mehreren. Die Lernenden können sich untereinander kontaktieren, egal, ob sie zusammen in einem Kurs sind oder nicht. Sie müssen dafür nur das Benutzerverzeichnis öffnen und können dann eine Konversation starten.

Wenn sie nach anderen Nutzern auf der iversity Plattform suchen, kann man auch ersehen, ob diese aus dem gleichen Unternehmen kommen. Das ist ein hilfreiches Feature, wenn man Kollegen aus der eigenen Firma finden möchte. Die Organisation ist allerdings nicht für Nutzer sichtbar, die aus anderen Unternehmen kommen, damit sich nur die eigenen Kollegen untereinander finden können. Wir vermeiden damit, dass Nutzer belästigt werden; beispielsweise von Headhuntern oder Unternehmen im Wettbewerb. Ansonsten kann die Privatsphäre im sozialen Netzwerk mit dem Blockieren-Feature geschützt werden, um so Spam oder ähnliches abzuwehren.

Social Network

Die Messenger-Funktion bietet auch die Möglichkeit von Gruppenchats an. Die Lernenden können neue Nutzer jederzeit hinzufügen oder auch die Gruppe verlassen, wenn sie das möchten. So können sich die Lernenden vernetzen und als Gruppe ein Problem lösen, wenn sie alleine nicht weiterkommen. Ideen können so ausgetauscht und und Aufgaben mit mehr als einer Person diskutiert werden, ohne dabei die ganze Kurs-Community mit einzubeziehen. Den Gruppenchats können außerdem Namen verliehen werden, um so zwischen mehreren Gruppenchats unterscheiden zu können – Einfachheit ist alles!

Das Diskussions-Feature ist für den ganzen Kurs öffentlich und dient dem Gedankenaustausch zu Kursinhalten. Das Messenger-Feature kann hingegen für private Konversationen innerhalb des sozialen Netzwerkes genutzt werden.

Community Manager – Moderatoren im sozialen Lernnetzwerk

Ein Kursteilnehmer kann von dem Kursadministrator zum Community Manager ernannt werden und bekommt somit Zugang zu speziellen Messenger-Funktionen. Er oder sie kann Announcements versenden – E-Mails an bestimmte/ alle Teilnehmer eines Kurses – um beispielsweise Aufmerksamkeit auf bestimmte Posts oder Aktivitäten zu lenken, die hilfreich, relevant oder vielleicht auch kontrovers sind. Community Manager können auch selbst Inhalte hochladen, um andere zu inspirieren oder Feedback zu geben. Mit diesen Announcements können die Lernenden motiviert werden selbst aktiv zu werden und auch über den Tellerrand zu schauen. Außerdem ist es für das Community Management und das Tutoring hilfreich. Community Manager können Lernende mit den Kursinhalten unterstützen, ihnen so zum Erfolg verhelfen und effektives Lernen Online in einem sozialen Netzwerk fördern.

Neue Aktivitäten in einem Kurs

Auf der Startseite wird den Lernenden eine kurze Übersicht von den letzten Aktivitäten angezeigt. Wie im Bild unten, können sie sehen, wer neu hinzugekommen ist oder wer etwas im Learning Journal gepostet hat. Ähnlich wie auf anderen sozialen Netzwerken, wie Facebook oder Twitter, bietet die Startseite einen schnellen Überblick aktueller Geschehnisse. So können letzte Posts und laufende Diskussionen leicht gefunden werden und man kann sich schnell mit anderen Nutzern vernetzen – selbst, wenn sie eine Weile nicht auf der Plattform waren. Aktivitäten anderer Nutzer zu sehen, motiviert einen selbst wiederum. Statt in Isolation und auf sich alleine gestellt lernen zu müssen, kann man sehen, welche Aufgaben andere Teilnehmer am gestrigen Tag gemacht haben. Somit kann ein gesunder Wettbewerb entfacht werden, aber man stärkt auch das Zugehörigkeitsgefühl in einer Gruppe, die das gleiche Ziel hat. Das ist soziales Lernen online.

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